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Anti Gewalt

Gewalt an Menschen gab es schon immer.
Die Gewalt passiert überall im täglichen Leben in der Familie, in der Schule, im Straßenverkehr, etc. der Umgang mit diesem Missstand hat sich im Laufe der Zeit allerdings, wenn auch langsam und nicht überall auf den ersten Blick erkennbar gewandelt.
Der Deckmantel des Verschweigens und des Herunterspielens von gewaltsamen Handlungen wird bis heute in vielen sozialen Einrichtungen (Schulen, Kindergärten) aber auch im Job und Familie gelegt. Diese Konflikte und Gewalt treten in den vielfältigen Formen auf. Ein zunehmender Anstieg verbaler Grenzüberschreitungen, Mobbing, Ausgrenzung, Drohungen, Erpressungen aber auch körperliche Gewaltanwendungen stellen den Lernerfolg in der Schule in Frage.

Generell ist festzustellen:

  • Gewalt nimmt qualitativ und quantitativ zu
  • Die Gewalttäter werden immer jünger
  • Die Tabuzonen verändern sich: brutaler, härter, rücksichtsloser

Wahres Lernen kann nur in einem Raum, geprägt von Sicherheit und Anerkennung gelingen. Nicht nur von kognitiven Fähigkeiten und Leistungen hängt der schulische Lernerfolg ab, sondern auch von dem sozialen Lernumfeld. Nahezu täglich erfahren Kinder Gewaltsituationen und Demütigungen in sozialen Bereichen und Medien und passen ihr Verhalten an. Unserem Konzept liegt das ANTI- Gewalt-Trainings-Leitmotiv der KONFRONTATIVEN PÄDAGOGIK zugrunde, mit „klarer Linie mit Herz“ (Gall) den „Täter verstehen, aber nicht mit seinen abweichenden Taten einverstanden sein“.(Vgl. Weidner, Kilb, Kreft, Gewalt im Griff 1, Juventa 2004). „Die Kunst, einen Kaktus zu umarmen“

Beim AGT handelt es sich um einen delikt- und defizitspezifische Trainingsansatz für gewaltbereite jugendliche Täter. Es klingt paradox, aber der Ausstieg aus der Gewalt gelingt am besten, wenn der Körper wieder ins Spiel kommt. Nicht der Körper als Machtmittel, sondern der Körper als Mittel des Selbstbewusstseins mit Stimme und Sprache. Das Anti-Gewalt-Training an Schule ist ein wirkungsvolles Instrument dafür.

Auch durch persönliche Erfahrungen in Hinblick auf frühere Gewalt einzelner Teammitglieder haben wir uns zur Aufgabe gemachen, der Gewaltbereitschaft und –Ausübung von insbesondere Jugendlicher durch die Gestaltung eines geeigneten Projektes / Kurses entgegen zu wirken.

Tauchen als pädagogische Methode

Das Sporttauchen mit seinen physischen, psychischen und sozialen Inhalten und Anforderungen ist eine erlebnis- und handlungsorientierte Aktivität. Einen erlebnispädagogischen Prozess erlaubt eine nachvollziehbare Einordnung des Sporttauchens als Medium einer dementsprechenden Methode im Bereich eines Anti-Gewalt-Trainings. Diese erlebnispädagogische Anwendung wird eingegrenzt und somit handhabbar gemacht. Die ganzheitlichen Anforderungen des Tauchens sind Lernchancen, die Jugendlichen die Möglichkeit eröffnen nachhaltig an ihrem Selbstkonzept zu arbeiten.

Kampfsport / – kunst als pädagogische Methode

Kampfsport /-kunst in Anti-Gewalt-Trainings einzubauen mag auf den ersten Blick befremdlich wirken, oft stellt sich die Frage, warum jetzt auch noch zeigen , wie man es „richtig“ macht und genau denjenigen, der bereits körperlich übergrifflich wurde.
Die Probleme von Jugendlichen die zu Tätern werden sind das Einhalten von Regeln und genau das ist es, was Kampfsport/-kunst u.a. ausmacht.
Hier werden Regeln erklärt und beigebracht und die Jugendlichen halten sich in diesen Umfeld an Regeln und Grenzen, die für dissoziale Kinder und Jugendliche eine wichtige Orientierungshilfe darstellen soll. Durch einem ernst betriebenen und gut geleiteten Kampfsport /-kunsttraining wird Aggressivität mehr abgebaut als manch Außenstehender zu glauben mag. Durch das erlernen seiner Stärken und Schwächen, wird gleichzeitig Respekt und Achtung seines Gegenüber und die Einhaltung von Grenzen durch dieses richtige und professionelle Training dem Schüler gelehrt. Dieses Training beeinflusst ihn positiv.

Jeder Jugendliche muss lernen, der Umwelt seine Grenzen aufzuzeigen und die Grenzen anderer zu wahren.

Wir dürfen nicht nur „schnacken“ – wir müssen ALLE handeln !!!

Trainerteam

Sektionsleiterin
Birgit Hohmuth

Anti Gewalt Trainer, Fachcoach Mobbingprävention –
Intervention FMPI, Sporttherapeutin

Sensei Matthias Bartholomä mit Dinchen

Anti Gewalt Trainer, Fachcoach Mobbingprävention –
Intervention FMPI