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Kenjutsu

Bedeutet „Schwert-Künste“ und wird oft als Oberbegriff für die traditionellen Schwertschulen Japans gehandhabt, aus denen sich unter anderem das moderne Kendo entwickelt hat. Ziel des Kenjutsu war es, bei einem Kampf mit scharfen Schwertern gegen einen oder mehrere Gegner als Sieger hervorzugehen. Kenjutsu ist definitiv keine Sportart. Es gibt keine Wettkämpfe, es gibt keine Regeln (erlaubt ist, was zum Sieg führt), außer jenen des Ehrenkodex des Bushido und das Training wird ernsthaft durchgeführt. Ein wirklicher Kenjutsu-Meister ist in Harmonie mit seinem Schwert – das Schwert ist ein Teil von ihm. Praktizierende des Kenjutsu heißen Kenshi.

Bekleidung & Trainingswaffen

Beim Training trägt man die traditionelle Kleidung der Samurai (GI = Kimono und Hakama = Hosenrock). Im Training verwendet man entweder ein echtes japanisches Schwert (Katana), ein Übungsschwert (Iaito) oder ein Holzschwert (Bokken).

Katana, auch Shinken („echtes Schwert“) genannt, ist das japanische Langschwert (Daitō). Im heute üblichen Japanischen wird der Begriff auch als allgemeine Bezeichnung für Schwert verwendet.

Bokutō oder Bokken ist ein japanisches Holzschwert, das in den japanischen Kampfkünsten verwendet wird

Das Training beinhaltet folgende Trainingsformen:

  • Kihon (Grundtechniken)
  • Kata (festgelegte Bewegungsabläufe)
  • Kumitachi (Partnerübungen)
  • Iaido (schnelles Ziehen des Schwertes)

Der Unterricht beinhaltet folgende Übungsformen

1. Etikette
Das Kendo-Training ist hart und erfordert große Disziplin. Verhaltensmaßregeln (Reigi / Reiho) und Disziplin sind ein wichtiger Bestandteil dieser Kampfkunst und sollten streng beachtet werden. Ein guter Kendoka zu sein bedeutet mehr, als nur gut kämpfen zu können.

2. Grundschule (Kihon)
Beim Kenjutsu erlernt der Schüler den korrekten Umgang mit dem Schwert. Das Einstudieren und wieder-holte Ausführen einzelner Grundtechniken wird Kihon genannt. Jede Bewegung soll mit der rechten körperlichen und geistigen Haltung und mit der dazugehörigen Spannung und Atmung ausgeführt werden. Der Sinn in der Übung des Kihon liegt in der Beherrschung und dem Verständniss jeder noch so kleinen Einzelheit einer Technik. Bei der Ausführung der Techniken spielen sowohl die Genauigkeit der Technik wie auch der Stand und die Zusammenarbeit von Schwert und Körper eine sehr wichtige Rolle. Hier lernt man, die einzelnen Techniken zu verinnerlichen und ihre Wirksamkeit zu optimieren.

3. Kata (vorbestimmte Bewegungsabläufe)
In der Kata (Übungsform) wird das Bokuto, das Holzschwert, verwendet. Die Kata ist eine Abfolge von festgelegten Bewegungsabläufen, die Angriffs- und Verteidigungstechniken einüben und in ihrem harmonischen Bewegungsablauf vervollkommnen sollen. Die Techniken werden langsam und konzentriert ausgeführt. Die Perfektion der Bewegung ermöglicht es, diese im Kampf schnell und kontrolliert auszuführen.

Trainer: Thomas Röthel